Angebote für Angehörige

Elternberatung – Angebote für Eltern von Suchtmittel konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Jugendliche und junge Erwachsene kommen früher oder später mit legalen und illegalen Drogen in Kontakt. Der regelmäßige Konsum der genannten Substanzen kann bei jungen Menschen zur Aufgabe von Interessen und zu Ziel- und Teilnahmslosigkeit führen. Auch können Schulschwierigkeiten, das plötzliche Aufgeben von Freundschaften oder der Clique und Rückzug und Isolation die Folge sein. Häufig sind bei den Jugendlichen auch ungerechtfertigte, heftige Reaktionen auf schwierige Situationen zu beobachten. Eltern fühlen sich mit den daraus resultierenden familiären Konflikten oft überfordert. Sie sind verunsichert und haben Angst, etwas falsch zu machen.

Unser Angebot richtet sich an Eltern von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 21 Jahren, die illegale Drogen, Alkohol und Tabak konsumieren. In dieser Situation bieten wir Ihnen Unterstützung an durch

  • Elterngespräche,
  • Familiengespräche mit dem Jugendlichen und den Eltern gemeinsam sowie
  • ein Gruppenangebot für die Eltern.

Informationen über Wirkmechanismen und Risiken des Konsums der unterschiedlichen Suchtmittel bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden vermittelt und die Stadien einer Suchtentwicklung besprochen. Dabei liegt der Fokus der Arbeit mit den Eltern auf der Erarbeitung von individuellen Handlungsstrategien, um die Schwierigkeiten konstruktiv bewältigen zu lernen. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Wann müssen Eltern handeln?
  • Wie spreche ich die Problematik mit meinem Kind an?
  • Wie können Eltern Grenzen setzen, die Orientierung bieten/ Welche können dies in der jeweiligen Situation sein?
  • Wie können Lösungen gefunden und Konflikte konstruktiv ausgetragen werden?
  • Welche weiteren Hilfeangebote gibt es?

Für die Jugendlichen gibt es ergänzend die Möglichkeit der Unterstützung durch Einzelberatung / Jugendberatung.

 
 
 
 
 
 
 
Elternkreis

Das Angebot richtet sich an Eltern, deren Kinder bereits erwachsen und abhängig von Suchtmitteln sind, sowie auch an Eltern, deren erwachsene Kinder Verhaltensabhängigkeiten, wie zum Beispiel eine Glücksspielsucht oder eine Medienabhängigkeit zeigen.

Der Elternkreis wird von einem langjährig in der Suchtkrankenhilfe erfahrenen Mitarbeiter moderiert. In der Arbeit steht der Gedanke der Selbsthilfe steht im Vordergrund.

In dem vertraulichen Gesprächsrahmen des Elternkreises können betroffene Eltern ihre Erfahrungen mit anderen betroffenen Eltern austauschen. Sie erfahren Unterstützung in der Gestaltung des eigenen Weges im Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen den eigenen Bedürfnissen und dem Wunsch, den erwachsenen Kindern helfen zu wollen.
Konkrete Informationen über die Suchterkrankung und deren vielfältige Auswirkungen helfen die bestehenden Problemlagen besser zu verstehen und einen für sich hilfreichen Umgang mit dem Thema zu finden.

Der Elternkreis trifft sich einmal im Monat, immer freitags von 17:00 bis 19:00 Uhr.
Bitte melden Sie sich vorher telefonisch an. Der zuständige Mitarbeiter wird mit Ihnen ein Vorgespräch vereinbaren.

Ihr Ansprechpartner: Stephan Aul

 
 
 
 
 
 
 
Angehörigenseminar für Angehörige von alkoholabhängigen erwachsenen Menschen

Von jeder Suchtmittelabhängigkeit sind in der Regel immer auch Angehörige betroffen. In Deutschland leben ca. acht Millionen Angehörige alkoholkranker Menschen.

Das Verhalten suchtkranker Menschen belastet in außerordentlicher Weise auch deren Angehörige wie Eltern, Partner*innen und Kinder, aber auch Freund*innen und Arbeitskolleg*innen. Diese wollen helfen, weil sie in einem langen Leidensprozess immer mehr von deren Sucht mitbekommen und den suchtkranken Menschen trotz der bereits häufig erfahrenen Verletzungen und Enttäuschungen lieben und schätzen.

Die Angehörigen sind meist ebenso belastet wie Betroffene selbst. Im Laufe der Zeit richten sie ihr Leben in immer größerem Umfang auf die Suchtmittel konsumierende Person aus.

„Wie kann ich helfen?“ „Was muss ich tun damit er/sie aufhört?“ werden zu entscheidenden Fragen.
Für eigene Interessen, Hobbys oder die Pflege von Freundschaften bleibt immer weniger Raum. Dazu kommen häufig die Scham und die Bemühungen, das süchtige Verhalten vor weiteren Angehörigen, Freunden oder dem Arbeitgeber zu verstecken. Diese Bemühungen rauben irgendwann alle Kraft, der eigene Akku ist leer und nicht selten sind depressive Verstimmungen oder das Gefühl von permanenter Überlastung die Folge.

Um Angehörige in dieser Situation zu unterstützen, bieten wir in regelmäßigen Abständen ein Angehörigenseminar an.
An fünf Abenden erhalten Sie Informationen über Entstehung und Behandlung der Abhängigkeit sowie über die in diesem Zusammenhang entstehenden Veränderungen des Systems Familie/Partnerschaft. Die Möglichkeiten und Grenzen des Hilfesystems werden aufgezeigt und erläutert. In dem Seminar möchten wir Sie als Angehörige unterstützen, ihre Ressourcen zu stärken und für Sie passende Wege im Umgang mit der Situation zu finden. Wir wollen dazu anleiten, das eigene Leben wieder „selbst in die Hand zu nehmen“.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an uns. Eine telefonische Voranmeldung ist erforderlich.

Ihre Ansprechpartnerin: Carmen Bauser
 
 
 
 
 
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