HaLT – Hart am LimiT

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration fördert landesweit das Projekt „HaLT“ seit 2011 mit dem Ziel der Prävention und Frühintervention bei jugendlichen Rauschtrinker*innen. Im Lahn-Dill-Kreis wird primär der proaktive Ansatz von HaLT (Prävention) realisiert.

Mit der Durchführung von HaLT werden grundsätzlich zwei Ziele verfolgt. Dies sind zum einen, dem exzessiven Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen früh und präventiv zu begegnen, wie auch generell zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren. Die weitere Aufgabe besteht darin, die Jugendlichen für spezifische Gefahren von Trinkexzessen zu sensibilisieren. Dies betrifft unmittelbare Unfallrisiken (auch als Beifahrer im Straßenverkehr), das Risiko von später bereuten Sexualkontakten und die gesundheitlichen und sozialen Folgen, die im Zusammenhang mit Trinkexzessen stehen.

Regionale Aktivitäten finden in Form von Rauschbrillenparcours, Workshops „Tom&Lisa“ und HaLT-Aktionstagen in Schulen, in Jugend- und Vereinsarbeit, bei Bildungsträgern und in Jugendeinrichtungen statt.

In der Umsetzung arbeiten wir zusammen mit allen Gremien, Institutionen, Verbänden und Vereinen, die in der Jugendarbeit tätig sind.

https://www.halt.de/

 
 
 
 
 
 
 
Alkoholpräventionsworkshop „Tom & Lisa“

Der von der Villa Schöpflin entwickelte Workshop „Tom & Lisa“ ist das erste evaluierte Programm, mit dem Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren fokussiert Risikokompetenz im Umgang mit Alkohol vermittelt werden soll.

Ziel des Projekts ist es, das Verantwortungsbewusstsein von konsumierenden Jugendlichen zu stärken und Alkoholmissbrauch zu verhindern. Damit knüpft der Workshop an Empfehlungen von Präventionsexperten an, die betonen: „Oberstes Ziel der Suchtprävention sollte nicht die Verhinderung des Gebrauchs, sondern die Verhinderung des Missbrauchs von Alkohol sein“ (Hurrelmann, Settertobulte 2008).

Des Weiteren soll der schadensminimierende Umgang mit Rauscherlebnissen und richtigen Reaktionen in Gefahrsituationen vermittelt werden.

https://www.villa-schoepflin.de/tom-lisa.html

Zeitrahmen:

Das Projekt setzt sich aus zwei Modulen à 2 Zeitstunden zusammen.

Zielgruppe:

Schüler*innen ab Jahrgangsstufe 7

 
 
 
 
 
 
 
Rauschbrillenparcours

Rauschbrillen simulieren die Wirkungen von Alkoholkonsum. Um die Auswirkungen auf die körperlichen Koordinationsfähigkeiten zu verdeutlichen, wird ein Parcour aus Leitkegeln, Stühlen und Bällen und weiterem individuell ausgewähltem Material aufgebaut.

Aufgabe ist die Bewältigung von Hindernissen mit Rauschbrillen, die unterschiedliche Promillewerte simulieren. Die Auswirkungen von Alkoholeinfluss auf Sinneswahrnehmung und körperliche Koordinationsfähigkeit wird somit konkret erfahrbar, beispielsweise wird erörtert, wie Alkoholeinfluss sich in Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben auswirkt (Geld aufheben, Treppen steigen oder Haustürschloss aufschließen u.a.m.). Mit diesem Experiment können die Jugendlichen herausfinden, wie es sich anfühlt, in einem – dem Betrunkensein ähnlichen – Zustand verschiedene Handlungen auszuführen. Durch das Absolvieren von möglichst realitätsbezogenen Gruppenaufträgen erkennen sie, wie beeinträchtigend bis gefährlich die Wirkung von Alkohol sein kann.

Zusammen wird überlegt, wieso und vor allem in welchen Situationen Alkoholeinfluss riskant werden kann und wie sich Jugendliche schützen können.

Zeitrahmen:

30 Minuten, kann aber durch Stationserweiterung auch verlängert werden.

Zielgruppe:

Jugendliche ab 13 Jahren
 
 
 
 
 
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