<< Zurück


 

Der Übergang vom Konsum zur Abhängigkeit ist schleichend!

"Die Entwicklung von Suchtverhalten ist ein komplexes Geschehen. Trotz unterschiedlicher wissenschaftlicher Erklärungsansätze besteht heute weitgehend Konsens darüber, dass die Entwicklung von Suchtverhalten nicht monokausal sondern multikausal ist und nicht linear verläuft, sondern sich in einem interaktiven Prozess entwickelt. Dieser Prozess der Suchtentwicklung umfasst unterschiedliche Phasen z.B. im Umgang mit psychoaktiven Substanzen.

Die Übergänge von Genuss, Konsum, Missbrauch, Gewöhnung und Abhängigkeit sind fließend, bauen aber nicht zwingend aufeinander auf. Jedes individuelle Suchtverhalten hat seine eigene Geschichte, in der individuelle und gesellschaftliche Faktoren, suchtmittelunspezifische und suchtmittelspezifische, ihre Bedeutung haben." (HLS/Manual Suchtprävention Hessen 1/06.00)

Sucht ist ein multikausales Geschehen. Die Entstehung von Süchten oder Abhängigkeiten ist nach dem sogenannten 3-M-Modell von Kielholz ein komplexes Konglomerat von mindestens drei Faktoren. Das Modell baut auf die Kombination der Bestandteile Mensch, Mittel und Milieu auf. Jeder dieser drei Faktoren beinhaltet wiederum eine Fülle von weiteren möglichen Einflussfaktoren für die Entstehung einer Abhängigkeit.

  • Mögliche Faktoren beim Menschen sind: Alter, Geschlecht, Konstitution, frühkindlicher Erfahrungsraum, aktuelle Persönlichkeitsstruktur, Lebenskompetenz etc.

  • Die Begleitfaktoren des Mittels oder der Droge lassen sich unter pharmakologisches Profil, Wirkung und Nebenwirkung, Dosis, Art der Applikation, Verfügbarkeit, Preis und kulturelle Akzeptanz summieren.

  • Die Faktoren des Milieus können eingeteilt werden in: Familiäres und bekanntschaftliches Soziotop, Kultur, Gesellschaft, Gesetzgebung, Wirtschaftslage, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven.

Die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung ist immer ein schleichender Prozess, insbesondere beim Konsum legaler Suchtmittel wie Alkohol und Tabak. Der Verlauf lässt sich durch die Einteilung in Konsum, Genuss, Gewöhnung, Missbrauch und Abhängigkeit beschreiben.


 

 

Impressum  Impressum & Hinweise l Seite weiterempfehlen  Seite weiterempfehlen l Drucken   Seite drucken  l Seitenanfang  <<   Zurück zum Seitenanfang



 

 

Definition
Entstehung
Prävention
Adressen LDK
Daten





  Seite drucken

 Was tun gegen Sucht?