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HaLT Lahn Dill Kreis Suchthilfe

 

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HaLT – Hart-am-LimiT! im Lahn-Dill-Kreis

Prävention und Frühintervention bei jugendlichen RauschtrinkerInnen im Lahn-Dill-Kreis

Im Lahn-Dill-Kreis wurden im Jahre 2009 im Klinikum Wetzlar 40 Jugendliche bis zum voll­endeten 18. Lebensjahr aufgrund Alkoholintoxikation stationär behandelt, im Klinikum in
Dillenburg waren es 29 Jugendliche.

Der Lahn-Dill-Kreis, vertreten durch den ersten Kreisbeigeordneten Herrn Hofmann und die Träger ambulanter Suchthilfeangebote im Lahn-Dill-Kreis (Diakonisches Werk Dillenburg-Herborn, Suchthilfe Wetzlar e.V.) wie auch die Gremien des Jugendhilfeausschusses des Lahn-Dill-Kreises und die Facharbeitsgemeinschaft Suchthilfe im Lahn-Dill-Kreis Fachebene des GpV) haben sich im Jahre 2010 darauf verständigt, dass im Lahn-Dill-Kreis die präventi­ven und helfenden Angebote für exzessiv trinkende Jugendliche weiterqualifiziert werden. Die Konzeption zur Umsetzung von HaLT wurde am 22.03.2011 im Jugendhilfeausschuss des Lahn-Dill-Kreises verabschiedet. Das Hessische Sozialministerium fördert das Projekt HaLT im Lahn-Dill-Kreis ideell und finanziell durch die Teilnahme des Lahn-Dill-Kreises an der Landesinitiative des Hessischen Sozialministeriums zur Prävention und Frühintervention bei jugendlichen Rauschtrinker­Innen.

Mit der Durchführung von HaLT werden grundsätzlich zwei Ziele verfolgt. Diese sind

  1. dem exzessivem Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen früh und präven­tiv zu begegnen;
  2. generell zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren.

Mit diesem Ansatz werden sowohl gewalt- als auch suchtpräventive Ziele verfolgt.
Eine ebenso wichtige Aufgabe ist es, die Jugendlichen vor spezifischen Gefahren bei Trink­exzessen zu schützen. Dies betrifft unmittelbare Unfallrisiken (auch als Beifahrer im Straßen­verkehr), das Risiko von später bereuten Sexualkontakten und die gesundheitlichen und sozi­alen Folgen, die im Zusammenhang mit Trinkexzessen stehen. Sowohl im proaktiven als auch im reaktiven Ansatz werden die Eltern einbezogen, die motiviert werden sollen, auf der Grundlage eines entsprechenden Sachwissens mit ihren Kindern eindeutig über Alkohol zu sprechen und konsequent auf Trinkexzesse zu reagieren (vgl. auch Johannes Lindenmeyer, Simone Rost: Lieber schlau als blau - für Jugendliche).

Mit dem Konzept von HaLT werden reaktiv Jugendliche und ihre Familien durch Frühinter­vention nach exzessivem Alkoholkonsum unterstützt. Durch eine proaktiv wirkende, kommu­nal abgestimmte Alkoholprävention, wird auf die Verhinderung von Rauschtrinken im Vorfeld hingewirkt. Prävention und Frühintervention werden sowohl auf der Ebene des proakti­ven als auch auf der Ebene des reaktiven Handelns in vorhandenen und weiter auszubauenden Netzwerkstrukturen realisiert. Das reaktive Angebot für Jugendliche und deren Familien ist eine niedrigschwellige, zeitlich begrenzte Frühintervention

Proaktives Handeln gemäß HaLT

Ziel proaktiven Handelns ist die Sensibilisierung Jugendlicher und Erwachsener im Hinblick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Dies kann beispielsweise in Informati­onsstunden mit Checklisten auf Schulfesten und Jugendveranstaltungen geschehen. In der Gastronomie, im Einzelhandel und bei öffentlichen Veranstaltungen wirken die Kooperati­onspartner auf eine konsequente Umsetzung des Jugendschutzes hin. Um proaktiv nachhaltig zu wirken, soll mithilfe der Kooperation der verantwortlich handelnden kommunalen Akteure (Städte und Gemeinden, Ärzte, Polizei, Sicherheitsdienste, Vereine, Schulen, Jugendhilfe, Suchthilfe, öffentliches Gesundheitswesen, Einzelhandel, Gastronomie etc.) ein verantwor­tungsbewusster Umgang mit Alkohol als sozialer Konsens etabliert werden. Die Einhaltung des Jugendschutzes wird selbstverständlich, ohne Alkohol zum Tabu zu erklären.

Die landkreisbezogene Steuerungsgruppe mit VertreterInnen von Kommunen, Polizei, Fest­veranstaltern, Jugendarbeit, Schulen, Diskotheken, Einzelhandel etc. wurde am 22.08.2011 gegründet. Sie einigt sich auf ein Maßnahmepaket, das von den jeweiligen Akteuren in ihrem
jeweiligen Umfeld mit den Partnern vor Ort umgesetzt wird.

Mit der regionalen Koordination der Umsetzung von HaLT hat der Lahn-Dill-Kreis die Fachstelle für Suchtprävention der Suchthilfe Wetzlar e.V. beauftragt.

Reaktives Handeln gemäß HaLT

Es wird angestrebt, dass mit Unterstützung des Lahn-Dill-Kreises eine vertraglich vereinbarte Kooperation zwischen den Lahn-Dill-Kliniken und den ambulanten Suchthilfeeinrichtungen etabliert wird. Ziel ist, dass das ärztliche- und pflegerische Personal der Kliniken für die Thematik sensibilisiert wird und dieses die Ansprache der stationär behandelten Zielgruppen inkl. der Personensorgeberechtigten durchführt, sodass diese am nächst möglichen Werktag ein Bera­tungsangebot gemäß HaLT in den Suchthilfeeinrichtungen in Dillenburg oder Wetzlar wahr­nehmen können.

Die Durchführung der reaktiven HaLT - Bausteine und weitergehende Unterstützungsange­bote für diese Zielgruppen wird von den Suchthilfeeinrichtungen in Dillenburg und Wetzlar mit den vorhandenen personellen Ressourcen geleistet.

Materialien zum Download

1. HaLT im Lahn Dill Kreis:

HaLT (Powerpoint)
Konzeption HaLT (PDF)
Presseartikel Auftakt HaLT (PDF)

2. HaLT Materialien allgemein

HaLT - Info Kompakt (PDF)     
HaLT - Infoletter 3 (PDF)
Handbuch HaLT 2009 (PDF)
Rostockstudie 2008 Zusammenfassung (PDF)
HLS Flyer HaLT Jugend print(PDF)

3. Material für die Jugend- und Vereinsarbeit

Handreichung Jugendarbeit Stand Jan 2009 (PDF)
Tipps für Vereine HaLT 02.05.08 (PDF)

4. Material zur Umsetzung von HaLT auf Festveranstaltungen

Infomappe HaLT Materialien (PDF)
Tipps für Festveranstalter Version 2011 (PDF)

Hessentag 2012 in Wetzlar  

5. HaLT auf dem Hessentag in Wetzlar 2012

Aktionstag Alkoholprävention auf dem Hessentag Wetzlar 2012 (PDF)

 

Links
Hessische Landesstelle für Suchtfragen, Landesweite Koordination von HaLT in Hessen
www.hls-online.org.
Villa Schöpflin, Zentrum für Suchtprävention, Lörrach
http://www.halt-projekt.de/
Informationen zum Hessentag 2012
www.hessentag-2012.de

 

 

 

Kontakt:

Tatjana Arnold
M.A. Erziehungs- und Bildungswissenschaften

Suchthilfe Wetzlar e.V.
Fachstelle für Suchtprävention
Ernst-Leitz-Str. 50
35578 Wetzlar

Tel.: 0 64 41/ 2 10 29- 30
Fax.: 0 64 41/ 2 10 29- 79

E-Mail: praevention@suchthilfe-wetzlar.de 


T. Giblirsch

 

 

 

 

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