Der Konsum von Drogen im Sinne berauschender Substanzen
wurde zu jeder Zeit und in jedem Kulturkreis praktiziert. Das Wort
Droge wurde in unserem Sprachraum wahrscheinlich aus dem niederländischen
Wort "Droog" abgeleitet. "Droog" ist die Bezeichnung
für "Getrocknetem" oder "Trockenware".
Seit dem 19. Jahrhundert wird der Begriff "Droge" auch
im Sinne von "medizinischem Präparat" oder "Rauschmittel
/ Rauschgift" verwendet.
Wieweit Suchtmittel in unserem Leben eine Rolle spielen bemerken
wir nur zu leicht auf unseren jährlichen Volksfesten, Geburtstags-
oder Betriebsfeiern. Nur wenige Menschen können sich ein Fest
ohne die legalen Drogen Alkohol
und Zigaretten vorstellen. Jahr
für Jahr liegt Deutschland beispielsweise im europäischen
Konsum-Vergleich mit ca. 125 Liter Bier pro Einwohner unter den
ersten 10. Auch wenn der Zigarettenkonsum im letzten Jahr stagnierte,
wurden im Jahr 2000 hier zu Lande ca. 140 Milliarden Zigaretten
in Rauch aufgelöst.
Neueste Studien zeigen auf, dass fast 30% der 12 -
17 jährigen Kinder und Jugendlichen regelmäßig rauchen
und ca. 25% der 14 - 25 Jährigen Erfahrungen mit der Droge
Cannabis haben. Selbstverständlich
spielen neben Alkohol und Zigaretten insbesondere illegale Suchtmittel
unter Jugendlichen und jungen Heranwachsenden eine große Rolle.
Ecstasy (XTC) und Amphetamine
(Speed) sind beliebte Aufputscher, nicht nur unter Techno-Jüngern.
Drogendefinition der
WHO
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert jede
Substanz als Droge, die in einem lebenden Organismus Funktionen
zu verändern vermag. Dieser umfassende Drogenbegriff erfasst
nicht nur illegale Substanzen wie: Cannabisprodukte,
Halluzinogene, Opiate und Kokain,
sondern auch legale Substanzen wie: Alkohol,
Tabakerzeugnisse, Schmerzmittel,
Schnüffelstoffe, Schlaf- und Beruhigungsmittel.
Er bezieht sich auch auf die Alltagsdrogen wie z.B. Kaffee und Tee
und grenzt Drogen einerseits sowie Genuss- und "Lebens"-mittel
andererseits nicht mehr trennscharf voneinander ab (s.
Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Hrsg): Sucht-
und Drogenvorbeugung in der Schule, Baustein I: Konzeption für
Suchtvorbeugung in der Schule, Soest, 1988, Seite 14/ Quelle DHS).
Quelle: DHS
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